Ein starkes Immunsystem ist die beste Verteidigung gegen die Grippe. Folgende Mittel können dabei helfen:
Vitamin D spielt eine zentrale Rolle bei der Stärkung des Immunsystems. Es fördert die Produktion von antimikrobiellen Peptiden wie Cathelicidin, die gegen Viren und Bakterien wirken. Studien zeigen, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel das Risiko von Atemwegsinfektionen senken kann.
Dosierung:
Vorbeugend: 800–2000 IE pro Tag, je nach Alter und Gewicht.
Bei akuter Grippe: In Absprache mit einem Arzt können in den ersten Krankheitstagen höhere Dosen (z. B. 5000 IE) sinnvoll sein.
Quellen:
Sonnenlicht: 15–20 Minuten direkte Sonneneinstrahlung auf Hautflächen (im Winter oft nicht ausreichend).
Nahrung: Fettfische, Eier, angereicherte Lebensmittel, Pilze.
Nahrungsergänzungsmittel: Hochwertige Präparate, oft kombiniert mit Vitamin K2.
Propolis wirkt antibakteriell und antiviral und kann als Tropfen oder Spray eingenommen werden, um den Rachen zu schützen und Entzündungen zu hemmen.
Natürliche Quellen wie Hagebuttentee, Acerola, Zitrusfrüchte oder Sanddornsaft stärken das Immunsystem.
Dosierung: 1000 mg täglich in akuten Phasen.
Zink unterstützt die Immunabwehr und kann die Krankheitsdauer verkürzen.
Dosierung: 15–30 mg täglich während der Grippe.
Der Sonnenhut ist ein bewährtes Mittel zur Unterstützung der Immunabwehr. Als Tee, Tinktur oder Tabletten erhältlich.
Nr. 3 Ferrum phosphoricum (entzündungshemmend) und Nr. 6 Kalium sulfuricum (fördert die Entgiftung) können unterstützend wirken.
Naturheilkundliche Mittel können helfen, die Beschwerden wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Halsschmerzen zu lindern:
Wadenwickel: Senken das Fieber sanft und schonend. Nur anwenden, wenn die Gliedmassen warm sind.
Holunderblütentee: Fördert das Schwitzen und senkt Fieber auf natürliche Weise.
Salbeitee oder Kamillentee: Wirken entzündungshemmend und beruhigen gereizte Schleimhäute.
Salzwasser-Gurgeln: Ein halber Teelöffel Salz auf ein Glas warmes Wasser kann Entzündungen reduzieren.
Manuka-Honig: Lindert Halsschmerzen und hemmt Bakterien.
Thymiantee: Wirkt schleimlösend und beruhigt die Atemwege.
Zwiebelsirup: Eine aufgeschnittene Zwiebel mit Honig vermischen, einige Stunden ziehen lassen und den Sirup löffelweise einnehmen.
Dampfinhalation mit ätherischen Ölen: Zum Beispiel mit Eukalyptus, Pfefferminze oder Kamille. Das befreit die Nase und beruhigt die Atemwege.
Nasenspülung mit Salzwasser: Reinigt die Nasengänge und hilft, die Schleimhäute zu beruhigen.
Arnika-Salbe oder -Tinktur: Fördert die Durchblutung und lindert Schmerzen.
Heisse Bäder: Mit Zusätzen wie Rosmarin oder Fichtennadelöl entspannen die Muskeln und regen die Durchblutung an.
Viel trinken ist essenziell, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen. Kräutertees (z. B. Lindenblüte, Ingwer, Kamille) oder warme Gemüsebrühen sind ideal.
Leicht verdauliche Kost wie Suppen, Brühen, Obst und gedünstetes Gemüse entlastet den Körper.
Knoblauch und Ingwer wirken antiviral und antibakteriell.
Der Körper braucht viel Energie, um die Grippe zu bekämpfen. Ausreichend Schlaf und körperliche Ruhe sind entscheidend.
Halten Sie sich warm und sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur. Ein warmes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche kann wohltuend sein.
Homöopathie kann ergänzend eingesetzt werden. Folgende Mittel sind beliebt:
Aconitum napellus: Zu Beginn der Grippe, wenn Symptome plötzlich auftreten.
Belladonna: Bei hohem Fieber, das mit Schweissausbrüchen einhergeht.
Gelsemium: Bei Schwächegefühl, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit.
Bryonia: Bei trockenem Husten und Schmerzen in der Brust.
Nach einer überstandenen Grippe können Sie Ihr Immunsystem weiter stärken, um künftigen Infekten vorzubeugen:
Regelmässige Bewegung an der frischen Luft.
Wechselduschen zur Stärkung der Abwehrkräfte.
Gesunde Ernährung mit reichlich Obst, Gemüse und Ballaststoffen.
Probiotische Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut, um die Darmgesundheit zu fördern.
Naturheilkundliche Mittel können Symptome lindern, ersetzen aber nicht die ärztliche Betreuung bei schweren Verläufen.
Bei hohem, anhaltendem Fieber, Atemnot oder schwerer Schwäche unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Besonders ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen sollten frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Mit diesen naturheilkundlichen Ansätzen können Sie Ihren Körper optimal unterstützen, um gut durch die Grippezeit zu kommen. Bleiben Sie gesund!